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18.04.2014: Berliner AK 07 vs. 1. FC Union Berlin II 1:2 (0:1)

Nach gut 25 Minuten Fahrtzeit wurde dann ein Parkplatz am Poststadion gesucht. Tja, wenn man nicht mitdenkt und weiss, dass an einem Karfreitag in Deutschland der Netto direkt am Stadion geschlossen hat … Hier und heute empfing der Berliner AK 07 die Zweitvertretung des 1. FC Union Berlin. Allerdings schien man sich mit den Akteuren der heutigen 1. Partie doch ein wenig abgesprochen zu haben. Waren die ersten 45 Minuten doch ähnlich arm an Höhepunkten. Allerdings schafften es die Unioner immerhin, den Ball irgendwie im gegnerischen Tor unterzubringen und gingen mit einer Führung in die Halbzeitpause. Im 2. Durchgang setzten die Hausherren einen Ball an den Pfosten, das zweite Tor des Tage schossen aber wieder die Gäste. Nach einem schönen Pass setzte sich der Unioner im Strafraum entsprechend durch und konnte zum 0:2 einnetzen. Auch der BAK drängte nun ein wenig mehr aufs Tor und konnte einen dieser Versuche zum verkürzenden 1:2 nutzen. Das war es dann auch und der Schlusspfiff des Schiedsrichters brachte der Gastmannschaft drei Punkte. Nach Abpfiff hieß es für mich dann auf Stoffers und Jürgen (der bei Hertha BSC II war) warten und es konnte (endlich weiter) gen Osten gehen.

Offiziell 573 Zuschauer fanden den Weg ins sanierte Poststadion nahe des Lehrter Bahnhofs. Darunter auch mindestens 150 Gästefans, die sich zum Teil am Kassenhäuschen erst einmal sammelten und dann geschlossen den Gästeblock betraten. Schwenk- und Zaunfahnen hatten sie ebenso dabei wie oberkörperfreie Gesangseinlagen während und nach des Regenschauers wobei auch ansonsten recht durchgehend angefeuert wurde. Bei Wechselgesängen stieg dann auch der Rest der Gästefans mit ein. Auf Heimseite gibt es den 1. offiziellen Fanclub “Harter toBAK“, der aber nicht weiter auffiel. Hin und wieder wurde die große Schwenkfahne verwendet und wenn man einmal versuchte, ein Liedchen oder eine Anfeuerung anzustimmen gab es aus dem Gästebereich in erster Linie Gelächter und einfache Spottgesänge. Aber auch ansonsten fand sich hier jede Menge fußballaffines Publikum ein (O-Ton beim Wechselgesang “Eisern – Berlin”: Was singen die da? Alba Berlin?) Dazu ist der vordere, mittlere Teil (also ohne störende Dachpfeiler im Sichtfeld) der Tribüne VIP-Bereich, wo schon wärmende Decken, etc. auslagen. Gut bzw. abwechslungsreich dagegen das kulinarische Angebot: Köfte und Sucuk. Sicherlich nicht jedermanns Sache, mir hat es aber auf jeden Fall gemundet 🙂 Eintrittskarten selbst gibt es direkt hinter der Haupttribüne am kleinen Fanstand, ebenso wie eine Stadionzeitung, was ich aber zu spät begriffen habe.

Und das Poststadion? Muss man dazu noch etwas schreiben? Na gut: Eine recht große, überdachte Haupttribüne (die ich heute auch gerne genutzt habe -> Regen), eine unüberdachte Gegengerade sowie eine Hintertorseite mit Stehplätzen, wovon mindestens 50% den Gästebereich darstellen. Die gegenüberliegende Hintertorseite ist komplett der Natur überlassen und entsprechend durch recht große Bäume, etc. bewachsen. Hier lässt sich also noch gut erahnen, wie es im Rund vor zig Jahren aussah, als das Stadion mehr oder weniger dem Verfall preisgegeben war.

Stadion: Poststadion Berlin
Zuschauer: 573
Eintritt: 8€
Stadionzeitung: