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08.03.2014: Sereetzer SV vs. Breitenfelder SV 1:0 (0:0)

Die Reise führte uns erst einmal in den Norden Lübecks, genauer gesagt nach Sereetz. Hier ist der Sereetzer SV in der Verbandsliga Schleswig-Holstein Süd-Ost beheimatet und versucht dies auch in der nächsten Saison noch zu sein. Derzeit ist man Vorletzter und hat bereits zehn Punkte Rückstand auf das rettenden Ufer! Da möchte man natürlich den Abstand zum heutigen Gast, dem Breitenfelder SV, nicht zu groß werden lassen. Denn dieser steht immerhin auf Platz 10 der Tabelle. Im Gegensatz zur ersten Partie des heutigen Tages übernahmen hier erst einmal die Gäste die Regie, ließen sich aber nach zehn bis 15 Minuten den Schneid abkaufen und die Hausherren ins Spiel kommen. Aber hier dann das gleiche Bild wie in Schwerin: Verballern von besten Tormöglichkeiten! Darin waren die Gastgeber auch hier recht gut. Nur hatte man hier den Eindruck, dass Breitenfelde durchaus in der Lage wäre, dass entsprechend einmal auszunutzen. Dies war auch durchaus noch der Fall, als die Gäste bereits zwei Mann weniger auf dem Platz hatten. Einmal glatt Rot wegen Notbremse am Strafraum sowie ein weiteres Mal glatt Rot wegen Beleidigung des Schiedsrichterassistenten. Da war einiges los und die Schiedsrichterin hatte die Partie nicht immer unbedingt im Griff. Entsprechend groß war der Jubel, als der heimische SSV in der letzten Spielminute den entscheidenen Siegtreffer per Kopf erzielen konnte.

Großer Jubel hört sich jetzt vielleicht nach einigen Zuschauern an, aber es waren derer hier und heute lediglich 60. Ein paar weniger Anhänger der Gäste waren anhand ihrer Vereinsjacken auszumachen, ansonsten eher Rentner und Familienangehörige aus Sereetz. Aber immerhin gab mit dem Sereetzer eine Stadionzeitung (DIN A5, 12 Seiten mit den wichtigsten Infos), die kostenlos an der Kasse ausliegt. Zu überzeugen wusste auch die Frikadelle am Vereinsheim.

Gespielt wurde heute im Waldstadion Sereetz, wobei die Partie auf dem Kunstrasenplatz ausgetragen wurde. Macht aber nichts, da sowohl der Rasen- als auch der Kunstrasenplatz über den gleichen Ausbau verfügen: Eine zwischen beiden Plätzen angesiedelte und überdachte kleine Steh-/Sitzplatztribüne, die zum Rasenplatz hin sogar die aus alten Eisenbahnwaggons bekannten Mülleimer zur Nutzung montiert hat. Dazu auf beiden Plätzen Flutlicht. Allerdings sieht der (ehemalige?) Hauptplatz nicht so aus, als ob er in nächster Zeit noch einmal bespielt werden würde. Laut einem der anwesenden Rentner gibt es da wohl ein kleines Würmerproblem. Aber es sieht eben auch nicht so aus, als ob an dem Platz während der Winterpause überhaupt wa sgemacht wurde. ich denke daher mal, dass man in Zukunft eher nur noch auf dem künstlichen rasen kicken wird. Da ist ja der Pflegeaufwand auch geringer …

Stadion: Waldstadion Sereetz
Zuschauer: 60
Eintritt: 4€
Stadionzeitung: Der Sereetzer (kostenlos)

08.03.2014: FC Mecklenburg Schwerin vs. FSV Bentwisch 2:0 (1:0)

Der einzig freie Tag in dieser Woche fiel dann auf den Samstag und so wurde mal versucht, diesen Tag im Sinne des Fußballs vernünftig zu nutzen. Da kam das Angebot von Jürgen doch gerade recht 🙂 Also ging es am Samstagmorgen per Zug nach Hamburg und via U-Bahn weiter nach Wandsbek. Dort noch schnell ein paar Ausgaben vom “Blick über den Lahmannhügel” für den Fanladen des FC St. Pauli deponiert ging es mit dem Auto auch schon gen Osten. Der Plan für heute sah einen flotten Dreier vor. Erstes Etappenziel war die Schwerin, die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns.

Höherklassigen Fußball sucht man hier derzeit vergebens. Bereits im Jahr 2009 wurde daher beschlossen mit den drei mitgliederstärksten Vereinen FC Eintracht Schwerin, SG Dynamo Schwerin und Schweriner SC den Förderverein FC Mecklenburg Schwerin zu gründen. Dieser übernahm dann im Jahr 2013 auch die Spielberechtigung des FC Eintracht und spielt seitdem auch unter dem Namen FC Mecklenburg Schwerin in der Verbandsliga. Ziel dieser Kräftebündelung ist natürlich der Aufstieg bis mindestens in die Oberliga. Sportlich liegt man als Tabellenvierter derzeit zehn Punkte hinter dem Spitzenreiter. Der Gast, der FSV Bentwisch aus dem Raum Rostock, schaut in der Tabelle eher nach unten, steht man doch nur zwei Punkte über dem Strich. Es dauerte einige Zeit bis das Spiel dann mal einigermaßen lief. Fürs Phrasenschwein würde man hier wohl von der Abtastphase sprechen. Dann aber hatten die Gastgeber besser ins Spiel gefunden und auch einiges an Chancen. Aber da wurden heute mindestens Tormöglichkeiten für zwei Spiele verballert. Daher war es dann um so erstaunlich, dass eine Minute vor Halbzeit der Ball doch noch im landete. Nach der Pause versuchte dann auch Bentwisch etwas mehr, ohne dabei allerdings wirklich zwingend zu sein. Schwerin setzte noch einiges mehr an Bällen neben das teilweise leere Tor ehe dnan in der 78. Minute das für die Hausherren erlösende 2:0 fiel. Dabei blieb es dann auch und wir fuhren ein wenig gen Nordwesten.

Offiziell 106 Zuschauer fanden sich zur Partie im Stadion Lambrechtsgrund an der Sport- und kongresshalle ein. Dazu gab es am Weltfrauentag für zumindest drei Damen per Verlosung ein Glässchen Sekt umsonst. Sehr schön auch das Schweriner Original, dass in der Halbzeitpause einfach mal fast jeden anlabberte und anfasste und seine Sicht der Dinge zum Spiel kundtat. Ganz nüchtern war er dabei wohl nicht mehr und das Zitat eines hinter uns stehenden Schweriners “wenn den mal einer nicht kennt, hat der aber mal ganz schnell eine sitzen” dürfte weitere Nachfragen erübrigen. Beäugt wurden Jürgen und ich dann beim verlassen der Anlage noch von zwei unauffällig gekleideten Personen am Eingang. Da dürften Weltanschauungen aufeinandergeprallt sein 🙂 Eine Stadionzeitung oder ähnliches gab es heute leider nicht.

Mit dem Lanbrechtsgrund nutzt die 1. Herren des FC Mecklenburg eine schöne und gepflegte Anlage in recht guter Lage. Umgeben von roten Backsteinhäusern, etc. könnte das Stadion auch irgendwo in einem Hamburger Stadtteil stehen. das offizielle Fassungsvermögen liegt bei 12.000 und bietet auf der Hauptseite Sitzschalen und im restlichen Rund Stehplätze. Dazu einen recht markanten Sprecherturm, der aber heute nicht genutzt wurde. Und auch die Ersatzbänke sind in ihrer Gesamtheit eher mobiler Natur. Eine Anzeigetafel oder auch Flutlicht gibt es leider nicht, was aber den Gesamteindruck der wirklich schönen Anlage nicht schmälert. Dazu ist die gesamte Umgebung anscheinend Hansa Rostock-Land wie einige Graffiti und Aufkleber erahnen lassen.

Stadion: Stadion Lambrechtsgrund Schwerin
Zuschauer: 106
Eintritt: 4€
Stadionzeitung: