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18.06.2016: BSG Chemie Leipzig vs. VfB Empor Glauchau 3:0 (0:0)

Bereits im September letzten Jahres gab es Besuch vom Tasmanen der Höllenreiter bei einem Heimspiel des SV Arminia Hannover und im Februar 2016 schaute noch eine etwas größere Besatzung des Elite-Gesindels am Bischofsholer Damm vorbei. Dazu traf ich den Tasmanen noch bei einem Testspiel der Blauen in Wolfsburg. Und so ergab sich im Februar für die Leipziger am Samstagabend die Möglichkeit einer Stadionführung und „Geschichtsstunde“ mit unserem Platzwart Lotti und ein paar Gespräche am Sonntag vor dem Spiel sowie die Einladung, doch auch mal in Leutzsch vorbeizuschauen.

Und so machten Björn und ich uns am Samstagmorgen per IC auf den Weg in die Messestadt Leipzig. Mit uns stiegen auch einige Polizisten mit in den Zug, verließen ihn in Braunschweig beim ersten Halt auch wieder. Und wir hatten mit dem ersten geöffneten Einbecker kurz vor Braunschweig unser Abteil bis zum Ziel auch für uns 🙂 Eine kleine Innenstadt-Stadttour sowie ein Abstecher in die Kümmel-Apotheke und dann ging es nach einer ersten Nachfrage nach Kneipen in Stadionnähe in Richtung Alfred-Kunze-Sportpark. Zuerst kurz in die Mücke, einer Gaststätte der angrenzenden Kleingartenkolonie und dann zusammen mit Kevin zum Stadion, wo der Rest getroffen wurde und es eine kurze Führung inkl. Fotosession vom VIP-Balkon und Besuch der Sachsenstube gab.

Dann wurde es aber auch bald Zeit, sich seinen Platz zu suche, denn es stand der letzte Spieltag der Sachsenliga auf dem Programm. Und da ging es noch um so einiges! Die BSG Chemie Leipzig empfing den VfB Empor Glauchau und konnte mit einem Sieg zumindest den 2. Tabellenplatz und damit den Aufstieg in die Oberliga klarmachen. Und die Tatsache, dass man gegen die Gäste das Hinspiel als auch das letzte Heimspiel (November 2014) verlor machte das Spiel nicht unspannender. Denn sollte es ganz ungünstig laufen, würde man vielleicht auch nur Dritter werden. Die Mannschaft von Dietmar Demuth veranstaltete fast über die gesamten 90 Minuten ein Spiel auf ein Tor, auch wenn man immer aufpassen musste nicht in einen dummen Konter zu laufen. Denn Glauchau schenkte dieses Spiel keinewegs ab. Gewartet werden musste dann bis zur 69. Spielminute, ehe das erlösende 1:0 (ich war zumindest dran beteiligt, da gerade vom Klo auf dem Weg zum Bierstand) für Chemie fiel zumal ein erster Treffer aus der 1. Halbzeit aufgrund einer Abseitsstellung nicht zählte. Der Jubel nun natürlich unbeschreiblich und auch die ein oder andere Fackel oder alternativ auch Nebeltopf fand den Weg ans Tageslicht. Aufgepasst werden musste aber weiterhin, denn die Gäste versuchten weiter den Weg zum Tor zu finden. Gebrochen war dieser Widerstand dann erst nach einer roten Karte (Notbremse) und dem 2:0 zwei Minuten später. Das 3:0 in der 90. Minute war dann sozusagen das i-Tüpfelchen. Der Rest war nur noch Jubel, denn Chemie ist mit diesem Sieg sogar Meister geworden! Wie knapp es aber letztendlich war, zeigt ein Blick auf die Tabelle: Die ersten drei Mannschaften haben alle 60 Punkte und über die endgültige Platzierung entschied das Torverhältnis!

Offiziell 3.622 Zuschauer fanden sich heute im altehrwürdigen Alfred-Kunze-Sportpark in Leipzig-Leutzsch ein. Dies ist aber nur die Zahl der zahlenden Zuschauer, denn laut Verein hatten Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren freien Eintritt und sind in der Zahl nicht mit erfasst. Dann fangen wir mal mit dem einfachsten an: Gästeanhänger konnten so nicht ausgemacht werden. Aus diesem Grund wurde auch die große „Chemie Leipzig – Für immer mir Dir“-Fahne über die komplette Hintertorseite inkl. Gästebereich gehängt. Vor der Heimseite hing eine große „Niemand ist größer als Du“-Fahne und der mittlere Bereich war mehr oder weniger freigehalten. Dort gab es zum Einlauf der Mannschaften eine große Blockfahne mit dem Vereinswappen, links und rechts flankiert von Luftballons in Vereinsfarben sowie einigen Fackeln. Unterstützt wurde Chemie an diesem Tag wie so oft von einigen Ultras Frankfurt und gemeinsam feuerte man nicht nur durchgehend die Mannschaft an sondern konnte den Rest des Stadions auch immer wieder mitreißen. Und die Szenen nach dem Schlusspfiff kann man nicht wirklich beschreiben. Stadionzeitung und nach Abpfiff erworbenes Groundhopping-Fanzine haben den Weg nach Hannover bzw. nach Hause leider nicht überlebt :/

Und muss man zum Alfred-Kunze-Sportpark noch Worte verlieren? Das war hier nach dem Besuch im Oktober 2004 (also vor knapp 12 Jahren) mein zweiter Besuch und wenn ich mir die Bilder von früher so anschaue hat sich zumindest optisch ein wenig getan, auch wenn das Fassungsvermögen derzeit bei offiziell „nur“ 4.999 liegt. Denn hier und heute herrschen ganz klar die Farben Grün und Weiß. Ansonsten hat sich, aus meiner Sicht zum Glück, nicht all zu viel getan! Ein schöner Oldschool-Ground mit überdachter Sitzplatztribüne, einer doppelstöckigen Stehtribüne hinter dem einen Tor. Dazu Steh- und Sitzplätze auf der Gegengeraden und Stehplätze auf der anderen Hintertorseite. Anzeigetafel, Flutlicht (da war, wie auch bei Arminia, wohl der Wunsch Vater des Gedanken) und Gaststätte. Was will man mehr?! 🙂

Und das Fazit: Hat richtig Spaß gemacht und man kann beide Vereine (also Chemie und Arminia) in gewissen Ansätzen sicherlich vergleichen. Wobei es mir hier und heute trotz mehr Zuschauern fast noch ein wenig familiärer vorkam als beim eigenen Verein. Denn irgendwie grüßte jeder jeden und auch ansonsten war der Umgang mit allen die wir so noch kennenlernten sehr entspannt. Wir waren sicherlich nicht das letzte Mal vor Ort.

Stadion: Alfred-Kunze-Sportpark Leipzig
Zuschauer: 3.622
Eintritt: 6€
Stadionzeitung: Fünfeck

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29.05.2016: SV Arminia Hannover vs. SG Rethmar/Haimar/Dolgen/Hämelerwald 10:0 (5:0)

Nachdem am Wochenende zuvor der Klassenerhalt der Herren gefeiert werden konnte, fanden sich heute mehr Zuschauer als sonst am Rande der Partie des SV Arminia Hannover gegen die SG Rethmar/Haimar/Dolgen/Hämelerwald. Denn für die Frauen des SV Arminia ging es heute um den Meistertitel in der Kreisliga und damit verbunden auch um den Aufstieg in die Bezirksliga. Vom Papier her schien es eine klare Aufgabe zu sein: Tabellenerster (86:18 Tore bei 53 Punkten) gegen Tabellenletzten (16:87 Tore bei 2 Punkten). Aber Pferde und Apotheken und so …

Aber das Spiel entwickelte sich so wie gewünscht. Bereits nach einer guten Viertelstunde stand es 3:0 für Arminia. Da machte auch ein verschossener Elfmeter nichts, denn bis zur Halbzeit wurde die Führung auf ein 5:0 hochgeschraubt. Mitlerweile war auch bekannt, dass der direkte Verfolger Tus Kleefeld sein Spiel verloren hatte und der TSV Isernhagen angetreten war (und sein Heimspiel sogar recht deutlich mit 7:0 gewann). Damit war eigentlich klar, dass die Meisterschaft eingetütet war. Aber beide Mannschaften hatten noch nicht genug. Trotz des klaren Ergebnisses spielten die Gäste weiter mit, steckten nicht auf und hatten doch auch irgendwie noch Spaß am Spiel selbst (da wurde halt auch mal gelacht, wenn der Ball vom Fuß ins Aus versprang). Und auch die Arminiafrauen machten weiter und legten noch fünf weitere Treffer drauf, so dass es letztendlich ein deutliches 10:0 gab.

Nach offizieller Meisterehrung und dem zum Glück doch noch wieder anspringenden Feuerwehrauto des Heardbreak Hotels und einigen Platzrunden wurde in der Vereinsgaststätte fleißig weitergefeiert. Hat eine Menge Spaß gemacht und es soll demnach noch recht lange gegangen sein 😉 Man sieht sich am 19.06.2016 beim Pokalfinale!

Stadion: E-Platz Rudolf-Kalweit-Stadion Hannover
Zuschauer: 80
Eintritt:
Stadionzeitung:

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31.05.2014: OSV Hannover vs. SV Arminia Hannover 1:0 (0:0)

Nun ist auch diese Saison endlich vorbei 🙂 Meister und Aufsteiger aber auf der anderen Seite auch einen aktuell stark dezimierten Kader. Auf der Bank beim SV Arminia Hannover saßen heute mit dem angeschlagenen Dennis Hoins, Ersatztorhüter Sebastian Knust und Co-Trainer Jens Jansen lediglich drei Spieler. Zu Gast waren die „Blauen“ heute an der Langenforther Straße beim OSV Hannover. Für beide Mannschaften ging es um nichts mehr, weshalb das Spiel auch problemlos auf den Samstag vorverlegt werden konnte. Auf dem Platz entwickelte sich ein Spiel, dass ich gerade in der ersten Halbzeit recht langweilig fand. Es gab nicht wirklich viele Höhepunkte. Im zweiten Durchgang musste Maximilian Braasch mehrfach eingreifen, um einen Rückstand zu verhindern. In der letzten Viertelstunde schien Arminia allerdings förmlich um ein Gegentor zu betteln, was dann in der 86. Minute auch eintraf. So darf sich der OSV „rühmen“ neben dem TuS Sulingen die einzige Mannschaft zu sein, die Arminia eine Pflichtspielniederlage im Ligabetrieb zugefügt hat. Wie es sich beim OSV in der kommenden Saison verhält, muss man mal schauen. Das Trainergespann geht nach Celle, Wolfgang Kirchner kommt zurück und man hört immer wieder mal den Namen Fabian Ernst herumschwirren …

Vielleicht 350 Zuschauer fanden sich im altehrwürdigen Oststadtstadion ein, da hatte man sich wohl auch ein paar mehr erhofft. Beim OSV gibt es seit einiger Zeit auch wieder ein paar Zaunfahnen und Unterstützung der eigenen Mannschaft. Warum man sich aber auf die Tribüne stellt und die eigenen Fahnen auf der anderen Seite des Stadions aufhängt, hat sich mir nicht so richtig erschlossen. Nach Abschluss wurde noch ein wenig gefeiert und man ist jetzt Feuer und Flamme für die Oberliga 🙂

Stadion: Oststadtstadion Hannover
Zuschauer: 350 (geschätzt)
Eintritt: 7€
Stadionzeitung:


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