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20.04.2016: FC Luzern vs. BSC Young Boys 2:3 (1:2)

Sightseeing in Luzern und nach kurzem Zwischenstopp in der Unterkunft “natürlich” auch wieder zu Fuß zum Stadion 🙂 Waren diesmal etwa 10 Gehminuten. Kurz eine Karte gekauft und rein in die Neubau-Arena. Essen und Getränke in erster Linie nur mit spezieller Arena-Karte, also wurde auf den Konsum verzichtet. Lediglich bei den mobilen Verkäufern hätte bar gezahlt werden können (und an den Ständen vor dem Stadion).

Das Spiel an sich begann nicht sonderlich spannend. Der FC Luzern unter seinem Trainer Markus Babbel fand nicht so richtig ins Spiel und lud den BSC Young Boys unter anderem durch einfachste Abspielfehler zu Torchancen ein. Daher war es nicht verwunderlich, dass es bereits in der 5. Spielminute im Heimtor klingelte. Der FCL braucht etwa 15 Minuten um sich zu erholen und einigermaßen ins Spiel zu finden. In Minute 20 dann der Ausgleich durch eine schön herausgespielte Kombination. Aber: Anstoß Bern, Ball in die Spitze und postwendend steht es wieder 1:2! Das war auch der Halbzeitstand. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Spiel. Beide Teams bemüht und zuerst sind es die Gastgeber, die sich auf rechts durchtanken (obwohl gehalten). Ob durch das halten oder nicht: Der Flankenversuch wird zu einem Schuss und schlägt letztendlich links oben im Eck – unhaltbar für den Torhüter – ein. Die Heimseite noch am jubeln und postwendend – ja, mein Lieblingswort in diesem Spiel – fällt nach Schlafmützigkeit in der Luzerner Abwehr auch schon wieder das 2:3. Hat diesmal allerdings knapp zwei Minuten gedauert. Zum Ende hin noch ein paar Chancen auf beiden Seiten, aber es bleibt beim 2:3.

Wenn man vor Anpfiff ein wenig Zeit hat, liest man ja die Stadionzeitung (englisches Format, kostenlos bekommen und in Vollfarbe; Doppelausgabe auf zwei Spiele) gerne ein wenig genauer. Hatte ich mich am Dienstag noch ein wenig über die geringe Zuschauerzahl beim Zürcher Derby “gewundert”, wird mit dieser Statistik vielleicht ein wenig Aufklärung betrieben. Den höchsten Schnitt hat der FC Basel, was nicht anders zu erwarten war. Aber dann kommen erst einmal BSC Young Boys, FC St. Gallen und der FC Luzern (jeweils über 10.000), ehe dann auf den Plätzen 5 (FC Zürich; 8.109) und 7 (Grasshopper Club; 6.936) die Hauptstadtclubs folgen. So waren auch heute unter der Woche knapp 10.000 Zuschgauer (9.460) in Luzern bei dieser Partie. Heim und Gästebereich einigermaßen gefüllt, vernahm ich zu Beginn in erster Linie die Heimseite. Allerdings saß ich auch rechts neben dem Stehbereich. Im Laufe der Partie gewann auf den Rängen aber immer mehr der Gast die Oberhand. Dort war man auch durchgehend am Fähnchen wedeln und trällern, wohingegen Luzern auch einmal das ein oder andere Päuschen einlegte. Im Gästeblock hing über 90 Minuten zudem ein Transparent mit der Aufschrift “Kein Fußball mit Red Bull”.

Tja, das Stadion? Eine dieser neuen Arenen, die aber in Luzern sicherlich auch dafür sorgt, dass der Zuschauerschnitt entsprechend hoch ist. Stehplätze gibt es nur im Heimbereich hinter dem einen Tor, der Gästebereich ist im Eckblock links gegenüber untergebracht. Das Stadion ist komplett überdacht und hat ein Fassungsvermögen von 17.000 (bzw. 16.000 bei internationalen Spielen). Parkplätze dürfte es im Umfeld unter anderem auch aufgrund des Messegeländes zur genüge geben.

Stadion: Swissporarena Luzern
Zuschauer: 9.460
Eintritt: 33 CHF (ca. 30€)
Stadionzeitung: Matchzytig (kostenlos)


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