25.05.2014: SV Arminia Hannover vs. TSV Bemerode II 2:1 (1:0)

Endlich hat es mal wieder gepasst und ich habe es mal wieder zu einem Spiel der Frauen des SV Arminia Hannover geschafft :) Zu Gast war heute am letzten Spieltag die 2. Mannschaft des TSV Bemerode, die im Hinspiel glatt und deutlich mit 0:6 unterlagen. Ganz so deutlich wurde es dann am heutigen Tage nicht, aber es war dennoch mehr oder weniger ein Spiel in eine Richtung: Auf das TSV-Tor. Nach einer guten Viertelstunde lag der Ball dann auch endlich mal im Netz. Auch Bemerodes Trainer war das ein oder andere Mal am meckern, da es teilweise doch recht einfach war, durch seine Abwehr zu spazieren. Nach dem Seitenwechsel ging es dann bei recht angenehmen Temperaturen erst einmal so weiter. Arminia drückte, Bemerode versucht dann und wann zu kontern. 20 Minuten vor dem Ende dann vor gut 20 Zuschauern endlich das 2:0 für die SVA-Frauen. Das war der 2:1-Anschlusstreffer fünf Minuten später “nur” noch Ergebniskorrektur.

Stadion: E-Platz Rudolf-Kalweit-Stadion Hannover
Zuschauer: 20
Eintritt: -
Stadionzeitung: -


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18.05.2014: SpVgg Bad Pyrmont vs. SV Arminia Hannover 1:1 (0:1)

Abschlußtournee des SV Arminia Hannover durch die Landesliga Hannover und dies hoffentlich ohne den Abstiegskampf zu beeinflussen. Daher sollte am heutigen Sonntag auch ein Dreier in der Kurstadt bei der SpVgg Bad Pyrmont folgen. Zwar konnten sich die “Blauen” in der ersten Halbzeit ein leichtes Chancenplus herausspielen, allerdings langte es “nur” zum 0:1 durch Björn Masur, der heute an einem Großteil aller Chancen beteiligt war. Das hat hoffentlich nicht an den Blumen gelegen, die die Gastgeber vor Anpfiff zum Aufstieg und zur Meisterschaft überreicht haben. Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild, wobei die SpVgg nun auch etwas mehr nach vorne spielte und dadurch auch vermehrt zu Chancen kam. Arminia traf das Tor weiterhin nicht, dafür sprang Jan Reuter der Ball im Strafraum angeblich an die hand und der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter. Hier war dann auch Maximilian Braasch machtlos, als der Ball zum 1:1 ins Tor ging. Zuvor hatte er die Mannschaft zusammen mit Latte und Pfosten lange auf der Siegerstraße gehalten! So blieb es denn am Ende beim 1:1, wodurch es die Hausherren weiterhin selbst in der Hand, den Abstieg noch zu vermeiden.

Die Zuschauerzahlen gehen ein wenig auseinander. Medien vor Ort berichten von 350, wir würden auf vielleicht 200 schätzen. Wobei der Verein die 350 auf jeden Fall verdient gehabt hätte. Man hatte einiges für diesen Tag organisiert und das Spiel in ein Familienfest inkl. Showtraining der Real Madrid-Fußballschule eingebunden. Und zumindest zu Anfang spielte auch das Wetter mit, der Regen kam erst nach Abpfiff. Das Catering war absolut in Ordnung und als Stadionzeitung gab es ein kleines Faltblatt, dass entsprechende Informationen bereithielt. Dazu wurden vor dem Spiel Interviews am Spielfeldrand geführt und STW-Sports hat das gesamte Spiel gefilmt (die Highlights dazu stehen online). Frauen hatten heute zudem freien Eintritt und bekamen obendrauf auch noch ein wenig Sekt.

Zu gefallen wusste auch das Stadion an der Südstraße in Bad Pyrmont. So gibt es ein kleines Funktionsgebäude, dass zum Spielfeld hin mit einer überdachten Tribüne versehen ist. Auf der Gegengeraden gibt es unüberdachte Stehstufen, die etwas höher sind. Der Platz selbst ist von einer Laufbahn umgeben, verfügt dafür aber über Flutlicht. Fußläufig ist die Anlage vom Bahnhof aus problemlos zu erreichen und wer mag, kann ja mal die Hotels in der Kurstadt zählen …

Stadion: Stadion Südstraße Bad Pyrmont
Zuschauer: 350
Eintritt: 6€
Stadionzeitung: Spieltagsflyer (kostenlos)

04.05.2014: TSV Burgdorf vs. SV Arminia Hannover 0:2 (0:0)

1. Matchball für den SV Arminia Hannover in der Landesliga Hannover: Nach dem bereits seit Samstag feststehenden Aufstieg in die Oberliga Niedersachsen (der SV Bavenstedt verlor zu Hause gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen, hatte aber als einzige Mannschaft ansonsten überhaupt für die Oberliga gemeldet) konnte heute bei der TSV Burgdorf auch die Meisterschaft eingefahren werden. Burgdorf selbst hat aus finanziellen Gründen nicht für die Oberliga gemeldet und rutscht seitdem auch in der tabelle ein wenig ab. Zudem stehen bereits einige Abgänge von Stammspielern fest. Nichtsdestotrotz gab es im Hinspiel “nur” ein 0:0 und auch im heutigen Spiel sah es lange danach aus. Zwar rollte der Ball fast ausschließlich in Richtung des Burgdorfer Gehäuses, nur wollte er dort nicht rein. Die gastgeber selbst kamen nur zu vereinzelten Möglichkeiten. So ging es dann torlos in die Kabinen und auch der zweite Durchgang ließ sich ähnlich an wie der erste. Burgdorfs Trainer Patrick Werner wollte seine Mannschaft dann aufrütteln und wechselte in der 50. Minute das erste Mal. In der 51. Spielminute versenkte Dominic Vilches-Bermudez den Ball per Kopf im TSV-Gehäuse. Werner wechselte in der 53. Minute erneut und eine gute Minute später traf Arne Ruff zum 0:2! Manchmal sollte man Trainer durchaus erlauben, so oft zu wechseln wie sie wollen ;) Leider brachte der dritte Wechsel bei den Burgdorfern dann keinen weiteren Treffer. So liefen denn auch die restlichen 35 Minuten runter und es konnte schon einmal schön gefeiert werden.

Gut 250 Zuschauer traten den Weg an die Sorgenser Straße an, der Großteil davon den Arminen zugehörig. In Burgdorf selbst scheint die TSV derzeit gar nicht mehr zu ziehen. Und auch im Stadionkurier hat sich der Vereinsvorsitzende einmal ein wenig den Frust über die ganzen Meckerer, die allerdings selbst nicht mit anpacken, von der Seele geschrieben. Das dürfte aber wohl leider ein Umstand sein, den man in einigen Vereinen so vorfindet. Catering wie immer ok, Bier wurde auch mal kistenweise verkauft :)

Stadion: Stadion an der Sorgenser Straße Burgdorf
Zuschauer: 250
Eintritt: 7€
Stadionzeitung: Stadionkurier (kostenlos)

01.05.2014: TuS Drakenburg vs. SV Arminia Hannover 0:3 (0:0)

Vor dem 1. Matchball im Bezug auf die Meisterschaft in der Landesliga Hannover stand für den SV Arminia Hannover am Tag der Arbeit das Pokalviertelfinale beim klassentieferen Bezirksligisten TuS Drakenburg auf dem Programm. Auf dem recht engen Platz entwickelte sich ein mehr oder weniger typisches Pokalspiel. Im Endeffekt ging es nur in eine Richtung, wobei 1.) der Torhüter der Drakenburger sein Team im Spiel hielt und 2.) die Gastgeber durch den ein oder anderen Konter auch ein paar wenige Möglichkeiten hatten. So wurde es zu einem Geduldsspiel und torlos erklang dann auch der Halbzeitpfiff des Schiedsrichters. Aber auch im zweiten Durchgang dauerte es noch fast 20 Minuten, ehe Dustin Reinhold aus gut 25 Metern abzog und der abgefälschte Ball endlich im Tor lag. Drakenburg versuchte gleich den Ausgleich zu erzielen und hatte dazu eine sehr gute Möglichkeit, als der Ball ein paar Minuten später knapp am Tor vorbei ging. Dafür traf Dennis Hoins dann aus ca. 20 Metern wobei der TuS-Keeper auch diesmal keine Chance hatte. Damit war das Spiel dann auch gelaufen und auch der eingewechselte Christian Brüntjen traf noch einmal zum 0:3. So konnte dann die Heimfahrt angetreten werden.

Über 500 Zuschauer fanden nach Medienangaben den Weg zum Eichenrund, der Heimat des TuS Drakenburg. Darunter auch eine dreistellige Anzahl an Arminen und endlich konnte eine Busfahrt auch mal wieder mit einem Erfolg beendet werden. das sah ja in der Vergangenheit meist anders aus. Und so konnte Arminia entsprechend unterstützt werden. Auf Heimseite fanden sich die Drakenburger Jungs ein, unter denen sich aber leider doch ein paar Exemplare fanden, die eine gewissen Nähe zum TSV Havelse sowie ein eher nationales Gesinnungsbild haben und dies durch ihre Kleidung auch entsprechend zeigen. Da durften dann Provokationen auch direkt bei den Gästefans natürlich nicht fehlen. Schade, aber das hat den Gesamteindruck dieses Vereins doch ein wenig geschmälert. Ansonsten hatten die Verantwortlichen nämlich einiges getan. Zwei große Getränke- und Grillstände, ein Festzelt mit zig verschiedenen Kuchen, usw. Da hat sich nicht nur jemand Gedanken gemacht sondern das auchnoch richtig gut umgesetzt!

Der Sportplatz Eichenrund ist das, was der Name auch sagt: Ein Sportplatz. Abgesehen vom Vereinsheim gibt es keinerlei Ausbauten oder ähnliches (vom Flutlicht einmal abgesehen) und man steht ebenerdig um das Spiel zu verfolgen. Also zumindest diesbezüglich nichts besonderes.

Stadion: Sportplatz Drakenburg
Zuschauer: 500
Eintritt: 5€
Stadionzeitung: -

21.04.2014: Chemnitzer FC II vs. FSV Budissa Bautzen 1:2 (0:0)

Von Legnica ausgehend hieß das Ziel am Ostermontag Chemnitz. Da sich so leider keine Möglichkeit für einen Doppler auf dem Heimweg ergab, wurde sich für die Heimat der 2. Mannschaft des Chemnitzer FC, das Sportforum, entschieden. Hier gastierte an diesem Feiertag mit der FSV Budissa Bautzen zudem der Meisterschaftsfavorit der NOFV Oberliga-Süd. natürlich gab es auf der Anreise wieder einiges an Stau. Da auch die Bautzener Mannschaft darin stand, wurde der Anpfiff um 15 Minuten nach hinten verlegt. Großartige Höhepunkte gab es im ersten Durchgang nicht wirklich, wenn man vielleicht mal von einer Möglichkeit für die Gäste absieht, in der der Spieler aber lieber abspielte anstatt zu schießen. Chance vertan und folglich 0:0 zur Pause. Im zweiten Durchgang dann etwas mehr Pfeffer in der Partie und ein eine gute Viertelstunde vor Schluß ein Foulelfmeter für den CFC. Der Schütze tritt an, der Torhüter pariert. Allerdings landet der ball wieder direkt beim Schützen, der den Ball jetzt nur noch über die Linie drücken muss: 1:0. Budissa stürmte jetzt nach vorne und versuchte alles, um zumindest noch den Ausgleich zu erzielen. Aber hin und wieder hat man dann ja doch etwas Glück und die Bautzener heute sogar etwas mehr. Drei Minuten vor Ende wurde eine Flanke von rechts per Kopf unhaltbar für den Torhüter im Netz versenkt. Sollte es das gewesen sein? Nein, denn die FSV griff weiter an und erzielte keine zwei Minuten später, wieder per Kopf, das 1:2. Nun war der Jubel natürlich groß und brandete erst recht auf, als der Schiedsrichter nach drei Minuten nachspielzeit “endlich” abpfiff. Bautzen hat damit sehr gute Chancen, in die Regionalliga aufzusteigen. Ärgerlich trotzdem der Punktverlust für die Himmelblauen. Für mich hieß es jetzt die beiden anderen nach Berlin bringen, die nette junge Dame in Berlin einsacken und via A2 nach Hannover. Mit fast leerem Tank  und nach etwas über 2.300 Kilometern noch den Mietwagen abgegeben ging es gegen 00:30 Uhr ins Bett ehe um 06:00 Uhr der Wecker wieder zur Arbeit rief. Trotzdem alles richtig gemacht!

Eigentlich könnte sich Chemnitz ja mal bei uns bedanken: Ohne uns wären es heute keine 200 Zuschauer gewesen :) So waren es letztendlich 202, darunter einige Anhänger aus Bautzen. Neben einer kleinen Fangruppierung, die sich das gesamte Spiel über via Fahnen, Gesängen und getrommel bemerkbar machte auch noch einige weitere Anhänger, die auf der Tribüne verteilt waren. Und auch die Kollegen der Kopaneschnecke konnten mal wieder ausgemacht werden. Die Bockwurst wusste auch zu gefallen, also alles in bester Ordnung. Nur bei der Stadionzeitung habe ich mal wieder gepennt. Aber das passte ja ganz gut zu dieser Tour …

Zum Sportforum in Chemnitz muss man wahrscheinlich nicht mehr viele Worte verlieren. Das Hauptstadion ist eine schöne alte Anlage, an der zwar auch ein wenig der Zahn der Zeit nagt, wo aber andererseits wohl auch einiges für den Erhalt getan wird. Die Haupttribüne ist versitzplatzt und überdacht, der Rest des Runds bietet unüberdachte Stehplätze. Flutlicht und Anzeigetafel sind auch vorhanden. Durch die Laufbahn ist das zwar alles etwas weitläufiger, weiß aber trotzdem sehr zu gefallen!

Stadion: Sportforum Chemnitz
Zuschauer: 202
Eintritt: 6€
Stadionzeitung: -

20.04.2014: MFK OKD Karvina vs. FK Pardubice 3:0 (2:0)

In Karvina angekommen hatten wir nun noch massig Zeit bis zum Anpfiff. Also erst einmal eingekauft (u. a. Kofola) und dann ab zum Marktplatz. In die Sonne gesetzt, gut gegessen und einfach ein wenig das Leben (und die Mädels am Nachbartisch) genossen. Muss ja auch mal sein :) Anschließend noch ein wenig die Umgebung des Marktplatzes erkundet und schon konnte es wieder zum Stadion gehen. Stand doch mit dem Spiel MFK OKD Karvina vs. FK Pardubice das letzte Spiel in Tschechien der kleinen Ostertour an. Beide Mannschaften stehen im Mittelfeld der Tabelle und können die Saison eigentlich bereits jetzt als gelaufen ansehen. Daher entwickelte sich ein insgesamt auch recht gutes Spiel, bei dem die Hausherren das bessere Ende für sich hatten. Das 1:0 folgte durch einiges hin und her im Strafraum, dann wurde einmal energisch nachgesetzt und der Ball konnte eingeschoben werden. Das 2:0, ebenfalls noch im 1. Durchgang, ging dann schon fast in Richtung Tor des Monats: Von der Strafraumgrenze aus abgezogen und der Ball ging vom Schützen aus gesehen direkt links oben in den Winkel. Die zweiten 45 Minuten wurden dann etwas ruhiger  und in der 89. Spielminute stellten die Gastgeber den 3:0 Endstand her. Wir schlenderten dann auch so langsam gen Auto und machten uns auf den Weg nach Legnica in Polen. Dort stand die Übernachtung für den Heimweg nach Deutschland an.

Über 1.000 Zuschauer bei einem Zweitligaspiel, bei dem es um nicht mehr wirklich viel geht, sind in Tschechien schon mal richtig gut. Die Heimfans hatten auch zwei schöne Fahnen in grün-weiß-grünen Farben aufgehängt und eine Trommel dabei. In der zweiten Halbzeit sammelten sich rechts neben der Haupttribüne zudme ein paar kräftigere Herren, die wohl auch mal schauen wollten, was hie rund heute so ging. Gästefans an sich konnten so allerdings nicht erspäht werden. Dafür aber die beiden Grazien vom Nachbartisch vom Marktplatz :) Ich sollte vielleicht neue Fotoserien á la “Cats in Grounds“, “Dogs in Grounds” und “Girls in Grounds” starten ;) Und da es ja zu jedem Tschechienbericht gehört: Klobasa war gut und Dank der Tatsache, dass sie angeschnitten wurde, bevor sie auf den Grill kam, auch nicht mehr ganz so fettig.

Von den beiden Mädels mal abgesehen wusste aber auch das Stadion zu überzeugen. 12.500 Zuschauer finden hier Platz. Der Großteil davon darf stehen, während die überdachte Haupttribüne ein paar wenige Sitzmöglichkeiten anbietet. Der Gästeblock ist über eine Steinbrücke zu erreichen und ansonsten ist das hier einfach eine schöne alte Anlage, die aber wirklich auch noch gepflegt aussieht. Auch wenn natürlich der Zahn der Zeit an einigen Ecken nagt. Lediglich Parkmölichkeiten sind im direkten Umfeld etwas rar. Zu Flutlicht hat es ebenfalls nicht gereicht, dafür aber immerhin zu einer kleinen elektronischen Anzeigetafel.

Stadion: Mestský stadion Karviná
Zuschauer: 1.145
Eintritt: 30 Kc (ca. 1,10€)
Stadionzeitung: -

20.04.2014: MFK Havirov vs. FK REAL Liskovec 1:6 (1:2)

Frühstück direkt im Stadion des SFC Opava in der Fankneipe vom Vorabend. Noch ein wenig mit dem Hofer und seinem Kollegen ausgetauscht und dann ging es auch schon wieder auf die Straße. Dank eines Eingabefehlers im Navi (Hüstel) noch kurz verfahren wurde das Stadion mit dem 0:1 für den FK REAL Liskovec betreten. Kurz danach konnte noch ein Pfostentreffer für Liskovec beobachtet werden, ehe die Gastgeber vom MFK Havirov zum Ausgleich kamen, aber quasi im gegenzug mit dem 1:2 wieder bestraft wurden. Nach der Halbzeitpause nahm das Spiel dann seine endgültige Wendung: Anpfiff zu den zweiten 45 Minuten, kurz gespielt und einrm Pfiff des Schiedsrichters folgte Rot für den Kapitän der Heimmannschaft. In den nun folgenden zehn, 15 Minuten gab es ein munteres Getrete sowie einiges an gelben Karten! das versprach eigentlich noch interessant zu werden, aber Liskovec machte den Sack jetzt zu. Dem 1:3 durch einen Foulelfmeter folgte das 1:4 mit einem getunnelten Torhüter nachdem der Angreifer vorher an vier Gegenspielern über die rechte Angriffsseite vorbeispaziert ist. Damit war das Spiel gelaufen, aber die Gäste legten weiter nach. Ein Pass in die Mitte ergab das 1:5. Ein Tor bedeutet Anstoß, dieser wurde von Havirov ausgeführt. Schwupps war der gast wieder in Ballbesitz, konterte und es stand 1:6! Krönender Abschluß dann noch eine glatte Rote für Havirov und es war Schluß. In aller Ruhe ging es zum Auto und die knapp 15 Kilometer nach Karvina.

Geschätzt etwa 300 Zuschauer fanden sich in diesem schönen alten Ground ein. Viele davon verließen die Anlage aber nach dem 1:4 bereits. Anfeuerungen oder ähnliches gab es nicht, lediglich ein paar verbale Einwürfe von den Anhängern der Gastgeber. Bierchen wurden den Zuschauern teilwesie gebracht und auch die Verpflegungseinrichtungen konnten sich sehen lassen.

Am besten aber auch hier: Das Stadion Dukla. Zwei große, überdachte Sitzplatztribünen (mit einer netten Dachkonstruktion auf der Gegengeraden) auf den Längsseiten und große, unüberdachte Stehplatzbereiche hinter den Toren. Das Fassungsvermögen dürfte bei gut 10.000 liegen, allerdings sind die erfolgreicheren Zweitligazeiten nun mittlerweile auch schon 14 Jahre her! Auf der Gegengeraden verbirgt sich auch die kleine, elektronische Anzeigetafel, wohingegen man Flutlicht vergeblich sucht.

Stadion: Stadion Dukla Havirov
Zuschauer: ca. 300 (geschätzt)
Eintritt: 30 Kc (ca. 1,10€)
Stadionzeitung: -

19.04.2014: SFC Opava vs. 1. HFK Olomouc 1:1 (0:1)

So schnell wie eben möglich ging es nach Opava, wobei wir hier natürlich erst ankamen, als das Spiel bereits lief und der Gast vom 1. HFK Olomouc mit 0:1 führte. Einen großen Anteil daran (also an der Verspätung, nicht am Tor) hatte auch eine Art Schwertransport in Form eines Mähdreschers, der im Endeffekt die gesamte Straße blockierte und einen schönen Rattenschwanz an Autos hinter sich herzog. Zum Spiel selbst ist im Endeffekt auch nicht so viel zu sagen. Der Gästetrainer regte sich ein ums andere Mal auf, dass seine Jungs die heutigen Gastgeber vom SFC Opava immer wieder zu Möglichkeiten einluden und mindestens der Ausgleich somit nur eine Frage der Zeit war. So fiel dann gut 20 Minuten vor Ende der Partie auch der wohlverdiente Ausgleich und Opava hat damit gute Möglichkeiten, aus der 3. Liga mal wieder nach oben zu kommen. Fans und Stadion hätten es verdient! Ansonsten war im Endeffekt nur noch Marek Heinz auffällig. Ja, richtig gelesen: Der Marek Heinz. Mittlerweile 36 Jahre alt schnürt er die Schuhe nach wie vor und jagt für die Gäste dem Leder hinterher. Wobei: Jagen? Aufgefallen ist er heute, weil er sich im Stile eines alten Mannes seeeeeeehr viel Zeit ließ um bei seiner Auswechslung den Platz zu verlassen und dafür folgerichtig Gelb bekam :)

Unter den 1.624 Zuschauern waren auf der Haupttribüne auch einige Anhänger der heutigen Gäste. Allerdings kam man nicht ansatzweise an die Heimfans heran. Unterstützt von den befreundeten Fans von WKS Slask Worclaw gab es nicht nur jede Menge gegenseitige Freundschaftsbekundungen, sondern nach der Halbzeit auch eine schicke Choreo, die zeigen sollte, wohin der Weg in Zukunft führt (bzw. führen soll). Dazu “fuhr” ein Bus gen 2. Liga und auf einer Fahne wurde die Ziele genannt. Das alles wurde, typisch polnisch, sehr lange oben gehalten. Und auch ansonsten merkte man das ein oder andere Mal, dass die polnischen Freunde doch um einiges besser organisiert sind. Stoffers gönnte sich noch eine Stadionzeitung und auch die Klobasa wusste zu gefallen. Und wenn man sonst nichts zu hat, treffen zumindest Teile unserer Reisegruppe Bekannte im Stadionhotel. Anders kann man die Freude vom Hofer wohl nicht beschreiben ;)

Und auch das Stadion gefiel! Drei von vier Tribünen sind überdacht und der Kasten wäre selbst für 1. Liga wohl noch zu groß. Dazu Flutlicht und ein Hotel direkt im Stadion, was wir im Anschluß auch in Anspruch nahmen. An der Naht zwischen Haupt- und Hintertorseite finden sich die Verkaufsstände inkl. einiger Bierzeltgarnituren und einem Zelt in dem der Getränkeverkauf vonstatten geht. Und aus dem Hotel kann man wohl auch jederzeit auf die Tribünen gehen (keine Ahnung, ob dort während der Spiele Ordner positioniert sind). Weiterhin findet sich in der Tribüne im 2. Stock auch noch eine Art Fankneipe, die natürlich noch supportet wurde und Stoffers von Einheimischen noch ein Plakat zum anstehenden Frauenfußball-Länderspiel gegen Estland am 26. April abstaubte :)

Stadion: Mestský stadion Opava
Zuschauer: 1.624
Eintritt: 40 Kc (ca. 1,50€)
Stadionzeitung: -

19.04.2014: FC Hlucin vs. FC FASTAV Zlin “B” 1:0 (1:0)

In Polen angekommen führte der Weg direkt zum Stadion, wo man auch schon einige Heimfans lautstark singen hörte. Ernüchterung dann, als man von den Herthaner hörte: Heute unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Dabei hatten wir einige Tage zuvor extra noch mal geschaut. So feuerten rund 300 Heimfans, gut bewacht von der örtlichen Polizei, ihre Mannschaft aus dem Kessel vorm Stadion an. Wir begutachteten das Stadion noch kurz von außen und machten uns dann wieder auf den Weg gen Tschechien. Stand ja schließlich noch Fußball auf dem Programm.

Zurück in Tschechien wurde er einmal ein Restaurace zwecks Nahrungsaufnahme angesteuert. Das wusste preislich und qualitativ zu gefallen. Lediglich das ausgeschenkte Ostrava wollte den beiden Biertrinkern nicht so recht munden. Könnte aber auch an der Leitung/Zapfanlage gelegen haben, denn die gleiche Marke schien im Stadion schon besser zu munden :) Dort angekommen wurde direkt in Abfahrrichtung geparkt und der Eintritt gelöhnt. Schön in der Sonne sitzend konnte dann die Partie zwischen dem FC Hlucin und der 2. Mannschaft des FC FASTAV Zlin verfolgt werden. Irgendwie schon komisch. Außer vielleicht vom eigenen Verein an einem Tag Spiele von zwei Mannschaften des gleichen Vereins zu sehen. Und das auch noch bei beiden auswärts! Ansonsten war das Spiel nicht ganz so prickelnd. Die Gäste in der 11. Spielminute mit einem Pfostentreffer aus gut und gerne 30 Metern. Auf der Gegenseite machte man es dann schon ein wenig besser: Angriff über die rechte Seite, Flanke und den Ball im Strafraum angenommen, sich gedreht und getroffen. Dann war im Prinzip auch schon Halbzeit und die zweite Hälfte tröpfelte so vor sich hin. Die Berliner zog es zur 70. Minute dann gen Opava um zu versuchen, dort pünktlich zu erscheinen, während wir uns die vollen 90 Minuten gaben. Nach Abpfiff folgten wir aber gen Opava.

Offiziell 321 Zuschaer fanden sich auf der Haupttribüne ein. Für die 2. Mannschaft des Gastes gab es keinerlei Support wohingegen für die Heimseite immerhin ein paar Anwesende den ein oder anderen Ton in die von der Sonne getränkte Luft gaben. Ansonsten war es ein recht gemütlicher Nachmittag ohne großen Stress oder ähnlichem.

Das Stadion in Hlucin besteht eigentlich nur aus der bereits genannten, komplett überdachten und versitzplatzten Haupttribüne. Gegengerade und eine Hintertorseite (mit Sporthalle dahinter) sind unbebaut. Die andere Hintertorseite bietet im Prinzip die Möglichkeit, noch Fußball auf Halbfeld zu spielen und ist zumindest teilweise auch noch an die Tribüne mit angeschlossen. Eine kleine, elektronische Anzeigetafel rundet das Areal ab. Dazu ein nettes Vereinsheim mit einigen überdachten Sitzmöglichkeiten vor der Tür. Einfach gemütlich!

Stadion: M?stský fotbalový stadion Hlucin
Zuschauer: 321
Eintritt: 40 Kc (ca. 1,50€)
Stadionzeitung: -

19.04.2014: FK Fotbal Trinec vs. FC FASTAV Zlin 2:2 (0:0)

Nachdem der Abend noch bei “Party, Disko” im hoteleigenen Restaurant/Bar/Club (wie auch immer man das beschreiben möchte) in Cesky Tesin verbracht wurde und die Bedienungen auch “österlich” gekleidet waren, ging es nach kurzem Frühstück in den gleichen Räumlichkeiten gut 20 Minuten nach Trinec. Hier erwartete uns das Zweitligaspiel zwischen dem FK Fotbal Trinec und dem FC FASTAV Zlin. Nachdem die erste Halbzeit torlos und auch recht emotionslos endete unkte ein Drittel unserer Reisebsatzung schon, dass die Tour in Tschechien ja passend mit einem 0:0 losgehen würde. Das schienen die Akteure aber irgendwie mitbekommen zu haben und schon führten die Gäste wie aus dem Nichts mit 0:1. Ein sehr guter Kopfball der Heimmannschaft fand aber ebenfalls seinen Weg ins Netz und schon lief es wieder auf eine Punkteteilung hinaus. Die angereiste Gästemannschaft aus Zlin hatte da aber etwas dagegen und wollte wohl drei Punkte mitnehmen. Auch hier fand ein Kopfball den Weg in die Maschen, allerdings unter fleissiger Mithilfe einer Bahnschranke, auch Torhüter genannt. Nun blieb der Heimelf nicht mehr all zu viel Zeit. In der 83. Spielminute sorgte dann eine Direktabnahme aus der Drehung für den 2:2-Ausgleich, der auch zeitgleich den Endstand bedeutete. So konnten wir gut unterhalten in die weiteren Spiele des Tages starten und machten uns auf den Weg nach Polen.

Unter den 612 Zuschauern waren so direkt keine Gästefans auszumachen und auch der Gästeblock selbst war komplett verwaist. Die Heimseite hatte eine schöne, laute Trommel (Vorsicht: Ironie!) mitgebracht und supportete zwischenzeitlich lautstark. Ebenfalls supportet wurde hier aber nicht nur das Bier. Es schien so, als ob einige entweder noch vom Vorabend durch waren oder aber bereits wieder härteren, alkoholischen Getränken zusprachen. Aber das sollte uns hier an der tschechisch-polnischen Grenze fast überall auffallen. Ansonsten war es recht unspektakulär und auf den Kauf einer Stadionzeitung für 10 Kronen wurde aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse ebenso verzichtet wie auf Kauf, Genuß und Fotosession mit Klobasa ;) Dafür vor Ort das erste Mal gesichtet und wie in der Woche zuvor auch schon angekündigt, eine Zweierbesatzung aus Berlin von Hertha BSC. Diese sollte uns mehr oder weniger über das gesamte Wochenende begleiten.

Nett anzuschauen war auf jeden Fall auch das Stadion Rudolfa Labaje des FK Fotbal Trinec. Errichtet wurde es direkt neben der schönen alten “Ostschüssel” am Nebenplatz und bietet hier eine recht große Haupttribüne, die in der Mitte sogar entsprechend überdacht ist. Ganz am äußeren Ende befindet sich der eingezäunte Gästebereich. Der Rest des Areals ist aber leider unbebaut. Auf einer Hintertorseite befindet sich das Vereinsheim, hinter dem anderen Tor eine Halfpipe, die heute von einem Ordner bewacht wurde. Anscheinend, damit sich von dort niemand das Spiel kostenneutral anschaut. Die Gegengerade dient in erster Linie als (Bus-) Parkplatz.

Stadion: Stadion Rudolfa Labaje Trinec
Zuschauer: 612
Eintritt: 40 Kc (ca. 1,50€)
Stadionzeitung: -