Archive for March 2014

30.03.2014: SV Borussia Hannover vs. Mühlenberger SV 0:2 (0:0)

Am Samstag “Dank” Arbeit mal wieder kein Fußball, dafür am heutigen Sonntag bei schönstem Sonnenwetter raus an die frische Luft und einen kurzen Abstecher nach Vahrenwald. Im dortigen hannoverschen Stadtteil ist der SV Borussia Hannover beheimatet und groundtechnisch habe ich es hier bisher “nur” zum Nebenplatz geschafft. Somit wurde dann heute mal ein Heimspiel auf dem Hauptplatz anvisiert, zu dem die Mannschaft des ehemaligen Arminen Halil Büyüktopuk mit dem Mühlenberger SV einen der zwei Meisterschaftsfavoriten dieser Liga empfing. Ein Blick auf die Aufstellungen verriet sogar, dass auf Heimseite mit Patrick Blochwitz im Tor und Sascha Hadi (auf der Ersatzbank) zwei weitere ehemalige Arminen im Kader sind. Tja, das Spiel?! Kreisliganiveau würde ich mal sagen. gerade in der Anfangsviertelstunde gab es doch den ein oder anderen Akteur auf dem Platz der öfter den Gegner als den Ball getroffen hat. Bei den Gästen verletzte sich zudem noch ein Spieler, dies allerdings ohne Gegnereinwirkung. Sah nicht gut aus und hörte sich bei der Behandlung am Platz auch alles andere als schmerzlos an. Da es auch nicht wirklich viele Tormöglichkeiten gab, ging es folgerichtig (auch eines dieser Wörter, dass in vielen Berichten immer wieder gerne verwendet wird 🙂 ) ohne Treffer in die Pause. Nach dem Seitenwechsel ging es erst einmal wie gewohnt weiter. Aber die Gäste aus dem Stadtteil Mühlenberg besannen sich dann doch etwas mehr darauf, hier gewinnen zu wollen. Und in der 63. Spielminute konnte dann auch der Borussenkeeper nicht mehr retten und musste den Ball aus dem Netz holen. Die Hausherren versuchten es nun auch mal etwas intensiver, aber mehr als ein Lattentreffer wollte nicht dabei herausspringen. Ganz im Gegenteil: In der Abwehr gepennt, zudem den Ball vertändelt und schon steht es 0:2. Danach passierte nicht mehr viel. Zum einen gab es noch einen schönen, langen Pass der Gäste in Richtung Torauslinie, dem der Passgeber noch ein lautes “Benny, mach was!” hinterjagte und zum anderen holte sich ein Spieler des SV Borussia noch Rot wegen Schiedsrichterbeleidigung ab. Passte irgendwie zur heutigen Leistung der Gastgeber. Mühlenberg bleibt damit dem Spitzenreiter Sportfreunde Ricklingen weiter auf den Fersen.

Auch aufgrund des am Abend noch anstehenden Bundesligaspiels und des guten Wetters verliefen sich heute vielleicht 70 Zuschauer an den Großen Kolonnenweg. Darunter auch ein paar Familienmitglieder und Verwandte der Gäste. Das kulinarische Angebot konnte auch durchaus überzeugen, gab es doch neben der obligatorischen Bratwurst auch Suflakispieße für 1,50€/Stück vom Grill. Und auch noch ein weiterer Groundhopper konnte gesichtet werden. War aber nicht weiter schwer: Denn wer einen Platz aus allen möglichen Winkeln abfotografiert …

Heute also der Hauptplatz am Großen Kolonnenweg. Dieser liegt genauso idyllisch direkt am Mittellandkanal, wobei man hinter dem einen Tor quasi schon die Vahrenwalder Straße sieht. Direkt auf der Seite, an der der Platz an den Kanal grenzt, gibt es drei recht breite Stufen, die zum stehen oder sitzen einladen. Der Rest des Platzes ist unbebaut. Auch Flutlicht und Anzeigetafel gibt es hier nicht.

Stadion: Sportplatz Großer Kolonnenweg Hannover
Zuschauer: 70 (geschätzt)
Eintritt: 4€
Stadionzeitung:

23.03.2014: SV Arminia Hannover vs. SV Alfeld 3:0 (2:0)

SVA vs. SVA. So hieß es am 21. Spieltag am Bischofsholer Damm. Empfing der SV Arminia Hannover doch die SV Alfeld. Die Gäste brauchen noch einige Punkte, um sich von den gefährlich nahen Abstiegsrängen zu entfernen. Das sollte hie rund heute aber nicht gelingen. Zwar waren die Gäste durch ein paar Standards hin und wieder gefährlich, aber das war es dann mehr oder weniger auch schon. Arminia drückte da schon eher mehr in Richtung Tor und Dustin Reinhold in der 11. Spielminute und Björn Masur mit einer schönen Volleyabnahme nach 39 Minuten stellten eine sichere 2:0-Pausenführung her. Die zweiten 45 Minuten waren dann nicht mehr ganz so spannend. Alfeld hin und wieder mit Standards und Arminia tat auch nicht mehr als notwendig. Wäre es nötig geworden, hätte aber sicherlich das Tempo wieder entsprechend angezogen werden können. So war es dann Yanik Strunkey mit einem Kopfball vorbehalten eine gute Viertelstunde vor Ende den 3:0-Endstand zu markieren. Wichtige drei Punkte im Kampf um die Meisterschaft.

Knapp 400 Zuschauer verloren sich bei sonnigem aber teilweise auch recht kühlem Wetter am Bischofsholer Damm. Darunter auch der ein oder andere Anhänger aus Alfeld. Ansonsten war es auf den Rängen eher ereignisarm, dafür konnte die Stadionzeitung mit einem schönen Titelfoto aufwarten 😉

Stadion: Rudolf-Kalweit-Stadion Hannover
Zuschauer: 400
Eintritt: 8€
Stadionzeitung: bischofshol (0,50€)

16.03.2014: TSV Pattensen vs. SV Arminia Hannover 1:5 (1:3)

Im Jahr 2014 weiter ungeschlagen ist der SV Arminia Hannover. Am 20. Spieltag ging es zum bis dato zu Hause noch unbesiegten TSV Pattensen. Beide Mannschaften begannen mit einigen Chancen. Für Arminia lag der Ball zwar recht schnell im Tor, allerdings verweigerte das Bielefelder (!) Schiedsrichtergespann dem Treffer aufgrund einer angeblichen Abseitsstellung die Anerkennung. Auf der anderen Seite war es nach gut einer Viertelstunde anders, als die Gastgeber einen sauberen Treffer zur 1:0-Führung erzielten. Aber wie bereits so oft in dieser Saison: Reizt man die “Blauen” ein wenig, wird das Tempo nach oben geschraubt und schon fielen in der 18. durch Dustin Reinhold, in der 23. durch einen Aufsetzer aus gut 30 Metern von Sebastian Grohs (Video) sowie nach einer halben Stunde durch Björn Masur drei Treffer zur beruhigenden 1:3-Pausenführung. Pattensen erholte sich davon nicht so richtig und wirkte teilweise doch gut verunsichert. Speziell auch der Torhüter nach dem 1:2. nach dem Seitenwechsel ging es dann in erster Linie weiter in eine Richtung. Nämlich TSV-Tor. Erneut Björn Masur und Dustin Reinhold schraubten das Ergebnis auf 1:5 hinauf. Aus meiner Sicht auch in dieser Höhe verdient. Und da die restliche Konkurrenz auch für den SVA spielte, sind es nun bereits elf Punkte Vorsprung auf Platz 2.

Etwa 250 Zuschauer fanden sich am Sportplatz Schützenallee ein und wurden unter anderme durch Geräusche vom angrenzenden Motoballspiel “unterhalten”. Ansonsten war auf jeden Fall mal wieder bemerkenswert, wie viele Arminen in letzter Zeit den Weg auch zu Auswärtsspielen finden. Das dürften auch heute insgesamt wieder locker über 100 gewesen sein! Das Team im Vereinsheim schien darauf aber nur bedingt vorbereitet gewesen zu sein. So dauerte ein gezapftes Bier schon mal einige Zeit (also gerade vor Spielbeginn auch schon mal 15 Minuten). Da wäre sicherlich einiges mehr an Umsatz dringewesen! Eine Stadionzeitung gab es heute ebenfalls nicht, dafür aber immerhin eine Mannschaftsaufstellung.

Stadion: Sportplatz Schützenalle Pattensen
Zuschauer: 250
Eintritt: 6€
Stadionzeitung:

15.03.2014: ADO Den Haag vs. FC Groningen 2:1 (0:0)

Mit dem Schlusspfiff in Rotterdam ging es für uns die knapp 50 Kilometer weiter in die Stadt des niederländischen Regierungssitzes. Hier traf der heimische ADO Den Haag auf den FC Groningen. Fußballerisch hat Den Haag schon wesentlich bessere Zeiten gesehen. In dieser Saison findet man sich recht weit unten in der Tabelle wieder, auch hinter der Mannschaft des heutigen Gastes. Da musste auf jeden Fall ein Sieg her. Auf dem Platz entwickelte sich ein gutes und unterhaltsames Spiel, dass bis zur Halbzeit leider torlos blieb. Nach dem Seitenwechsel wurde es dann aber endlich besser. Zumindest was die Torausbeute anging. Nach gut einer Stunde gingen die Hausherren durch einen Foulelfmeter mit 1:0 in Führung. Der Abwehrspieler der Gäste ging vor dem Strafraum etwas ungestüm zu Werke und hielt den gegnerischen Stürmer dann mal fest, ehe er ganz entwischen konnte. Dafür gab es dann auch glatt Rot. Lediglich der Foulelfmeter war wohl eine Fehlentscheidung, da das Foul außerhalb des Strafraums war. Groningen schien in Unterzahl aber besser spielen zu können und erzielte folgerichtig den Ausgleich. ADO versuchte dann aber noch einmal alles, riskierte noch ein wenig mehr und brachte die Kugel vor dem Abpfiff noch ein weiteres Mal im Tor unter. So blieben die drei Punkte in Den Haag, was alle bei feinsten Technorhythmen ausgiebig feierten. Schon unglaublich, wie das Volk hier auf diese “Musik” abfährt 🙂 Wir dagegen machten uns auf dem Heimweg, so dass ich gegen 02:30 Uhr auch im Bettchen lag.

Offiziell 10.877 Zuschauer fanden sich hier und heute im Stadion ein. Darunter Dank ausgesetzter Clubcard-Pflicht (aber Ausweispflicht, die eingescannt wurden) auch einige Groundhopper aus Deutschland und England. Schönen Gruß von dieser Stelle aus auch noch einmal an die St. Pauli-Besatzung um Nils. Gästefans waren dagegen kaum welche mitgereist. Keine 20 würde ich mal sagen. Auf Heimseite verteilte sich der Support auf die Hintertorseite, wo die eher jüngeren, ultraorientierten Fans stehen und die Gerade, wo die eher älteren Semester zu finden sind. Hier, bei uns in der Nähe, rutschte aber nicht nur einem immer mal wieder der rechte Arm in eklige Höhe. Da sah man mal wieder, was hier teilweise für Leute rumlaufen und warum ADO einen entsprechenden Ruf hat. Hat sich heute mal wieder bestätigt 🙁 Das Catering wurde nicht getestet, die vom Sitznachbar angeboten Bonbons abgelehnt (hat Mama ja verboten) und eine Stadionzeitung konnte leider auch nicht aufgetrieben werden.

In Den Haag hört das 15.000 Zuschauer fassende Stadion ebenfalls auf den Namen eines Sponsors. Ist bei Neubauten ja so üblich. Wobei der Ground dann mal gar nicht so schlimm daherkam wie befürchtet. Gut, der Gästeblock ist ein Käfig und das Grün rein künstlich. Und von einigen Bereichen oben unter der Tribüne hat man eine doch recht eingeschränkte Sicht, Betonkonstruktion sei Dank. Etwas schlimmer da schon die Parkplatzsituation. 6€ für einen Stellplatz auf dem Parkplatz eines Blumenmarktes? Kein Problem hier. Aber man kann auch einfach ein Stück zurückfahren und im Wohngebiet parken. Sind dann vielleicht ezhn Minuten Fußweg, aber who cares? Bei der Abreise sind dann nur die Damen und Herren von der Polizei etwas verwirrt. Den Kreisel sperren, damit der Verkehr angeblich besser abfließen kann. Aber wenn die Leute dann 20 Meter weiter wenden und sich einreihen ist das alles in Ordnung auch wenn der Verkehr dadurch wesentlich stärker zum stocken kommt. Holländische Logik!

Stadion: Kyocera Stadion Den Haag
Zuschauer: 10.877
Eintritt: 29,50€
Stadionzeitung:

15.03.2014: Sparta Rotterdam vs. Almere City FC 0:1 (0:0)

Etwa gut fünf Kilometer entfernt stieg am heutigen, recht kühlen, Nachmittag das zweite Spiel des Tages. Zwei Spielklassen über der Hoofdklasse empfing der in der zweitklassigen Jupiler League Sparta Rotterdam den Tabellen-18. Almere City FC. Der Verein der Gäste selbst wurde erst im Jahr 1997 als FC Omniworld gegründet und ist seit 2005 im niederländischen Profifußball vertreten. Unter dem aktuellen namen spielt man seit der Saison 2010/2011 und istzudem Partnerverein von Ajax Amsterdam, so dass auch Spieler von dort bei Almere Spielpraxis sammeln können. Damit hat Ajax zusammen mit Jong Ajax quasi zwei Teams in der Liga. Nicht nur aufgrund der Tabellensituation (auch Sparta steht im unteren Tabellendrittel) war das Spiel eher langweilig. Lediglich der Außenstürmer der Gastgeber war recht unterhaltsam. Verstolperte er doch einige Bälle und blieb bei fast jedem Dribbling hängen. Hier sah heute alles nach einem 0:0 aus, auch wenn Sparta ein leichtes Übergewicht hatte. Aber wer seine wenigen Chancen nicht nutzt, wird eben bestraft: Die Gäste erzielten in der ersten Minute der Nachspielzeit das 0:1, indem der Stürmer einen gegenspieler aussteigen ließ und den Ball aus seiner Sicht links unten ins lange Eck schob. Damit war auch quasi Schluß und wir machten uns wieder auf die Piste.

Gut 4.900 Zuschauer fanden sich im Rund des Sparta-Stadions ein. Darunter keine auszumachenden Gästefans, obwohl es ja heute keine Clubcard-Verpflichtung gab. Dafür wurden einige Engländer ausgemacht: 90 Minuten am Bierstand und am jubeln, als einer der ihren einen Ball berührte und zurück aufs Spielfeld warf 🙂 Ansonsten machte Sparta einen recht multikulturellen und familiären Eindruck. Das war recht angenehm! Und laut Jürgen konnte auch der Burger punkten. Zudem waren natürlich einige weitere Groundhopper anwesend. So direkt neben uns eine Autobesatzung aus Gelsenkirchen die das Geschehen einige Minuten vor Abpfiff verließ. Aber hier petzt ja niemand 😉 Eine Stadionzeitung oder ähnliches konnte leider nicht gesichtet werden.

Zu gefallen wusste auch das Sparta Stadion. Platz biete es offiziell für 11.026 Zuschauer und ist damit heute zu nicht ganz 50% ausgelastet gewesen. Im Volksmund wird das Stadion auch Het Kasteel genannt. 1998/1999 umgebaut, blieb nach dem Umbau das fünfstöckige Gebäude, in welchem das Vereinsmuseum seinen Sitz gefunden hat, erhalten und gibt dem Stadion eine eigene Identität. Auch im Innern wirkt es eigentlich recht nett, aufgelockert durch die Gegengerade, die mit der Kasteel-Loge punkten kann. Auch die Flutlichtmasten blieben entsprechend erhalten. Der Ground selbst ist das älteste Fußballstadion der Niederlande!

Stadion: Sparta Stadion Rotterdam
Zuschauer: 4.900
Eintritt: 15€
Stadionzeitung:

15.03.2014: VV Zwaluwen vs. XerxesDZB 1:0 (0:0)

Bereits am letzten Wochenende wurde mal kurz über einen kleinen Ausflug in die Niederlande nachgedacht. Gab es am Wochenende doch einige Klubs, die für die anstehenden Spiele die Clubcard-Pflicht aufhoben. Von daher wurde sich um 09:30 Uhr mit Jürgen in Hannover getroffen und es ging gen Westen. Mit kurzer Pause auf niederländischer Seite wurde pünktlich Rotterdam erreichen und in einer Seitenstraße geparkt. Ziel des ersten Spiels war die Partie der Hoofdklasse B (4. Liga) zwischen VV Zwaluwen und XerxesDZB. Sozusagen ein Lokalderby, sind doch beide Teams in Rotterdam beheimatet 🙂 auch wenn Zwaluwen zu Vlaardingen gehört, wie ich durch die nette E-Mail von Han Monsees erfahren habe. Die Hausherren (Zwaluwen sind Schwalben, daher auch der Vogel im Vereinswappen bzw. der Spitzname) stehen im Mittelfeld der Tabelle, wohingegen die heutigen Gäste knapp über dem (Relegations-) Strich stehen und durchaus noch ein paar Punkte sammeln möchten. Star des heutigen Nachmittags war aber der Schiedsrichter. Die Spieler bemühten sich war, konnten ihn aber nicht in den Schatten stellen. Bereits im Laufe der 1. halbzeit gab es eine Verletzungsunterbrechung, da sich der Leiter der Partie behandeln lassen musste. Hochkarätig war das Spiel keinesfalls und es gab auch nicht wirklich viele Torchancen. nach dem Seitenwechsel setzte der Schiedsrichter noch einen drauf und bat in der 64. Spielminute beide Mannschaften vom Platz: Er konnte nicht mehr laufen und auch eine Behandlung in der Kabine brachte keinen Erfolg. Da auch nach 15 Minuten niemand wusste, wie es hier weitergeht, ging es für Jürgen und mich zum 2. Spiel des Tages. Der ebenfalls vor Ort gewesene Westbevern-Jörg wusste dann via SMS noch zu berichten, dass es nach über einer halben Stunde mit einem zufällig vor Ort gewesenen Ersatzschiedsrichter weiterging. So fiel dann in der 84. Minute auch noch ein Tor für die Gastgeber und ein Spieler dieser Mannschaft handelte sich nach Abpfiff (!) seine zweite gelbe Karte und damit Gelb-Rot ein …

Offiziell 300 Zuschauer waren hier und heute vor Ort. Die Gäste unterstützt vom Kidsclub, der mit eigenem Reisebus anreiste und mittels Fahnen, geschossenen Luftschlangen und Co. die eigene Elftal unterstützte. Dazu hingen am Fangzaun hinter dem Tor noch zwei Fahnen: Eine Vereinsfahne und eine mit der Aufschrift “4ever Legends” und den Namen Coen, Fas und Wim inkl. Fotos. Sehr überzeugen konnten auch die Fahnen der Gemeinde Rotterdam. Kommen diese doch im wunderschönen Grün-Weiß-Grün daher 🙂 Zudem gab es sogar eine kleine, achtseitige Stadionzeitung an der Kasse sowie kiffende Stewards am Spielfeldrand.

Niederlande und Naturrasen. das war schon mal die erste Überraschung am heutigen Nachmittag. Denn hier wurde trotz des vielleicht nicht ganz so prallen Wetters auf dem Hauptplatz gespielt. Dieser hat neben einem netten Vereinsheim (Nummerziehen um anschließend auf sein Essen zu warten) immerhin eine kleine, überdachte Tribüne zu bieten. Der Rest ist unbebaut. In einer Ecke steht eine kleine, elektronische Anzeigetafel, aber es gibt kein Flutlicht. Das ganze steht zudem in einer durchaus etwas besseren Gegend von Rotterdam und bietet Platz für knapp 3.000 Zuschauer.

Stadion: Sportpark Zwaluwenlaan
Zuschauer: 300
Eintritt: 6,50€
Stadionzeitung: Zwaluwen Thuis (kostenlos)

08.03.2014: Lübecker SC vs. TSV Siems 2:2 (1:0)

Den Abschluß des Samstag bot dann die Partie der Kreisliga Lübeck zwischen dem Lübecker SC und dem TSV Siems. Alternativ wäre auch noch das 19 Uhr-Heimspiel des SC Buntekuh möglich gewesen. Da der Unterschied zwischen Kreisliga und Verbandsliga nicht wirklich groß ist, hatten wir von daher schon eine Vorahnung, was uns erwarten würde 🙂 Dafür war aber im Laufe der Partie für einiges an Unterhaltung gesorgt. Hier und heute standen sich der Tabellenfünfte als Gastgeber und der Tabellenvierte gegenüber. Hört sich gut an, allerdings hat der LSC nach 18 gespielten Partien bereits 20 (!) Punkte Rückstand auf den Tabellenführer. So ging es auf dem Platz auch munter hin und her. Die Gäste versemmelten im Laufe der 90 Minuten nicht nur einen Elfmeter sondern taten sich auch ansonsten schwer. Zudem kamen sie mit den lockeren Sprüchen von Siems’ Nummer 9 nicht so wirklich zurecht. Da hiess es des öfteren “Ohhh, halt die Fresse” oder “Lass diese Scherze!“. Die Hausherren hatten zudem einen Spieler auf dem Platz, dem man aufgrund seiner Statur nicht unbedingt viel zutrauen würde. Aber der war verdammt flink, konnte fast am besten von allen Akteuren mit dem Ball umgehen und hatte auch einen guten Schuss. Zwar ging der LSC mit einem 1:0 in die Halbzeit, konnte dieses Ergebnis aber letztendlich nicht halten. Lag sicherlich auch daran, dass man trotz einmal Gelb-Rot für die Gäste die Partie selbst nur mit neun Mann beendete (1x Gelb-Rot für den Spieler, der eigentlich die ganze Zeit über nur am Meckern und Kommentieren war sowie einmal glatt Rot für eine Tätlichkeit). Alles in allem wohl eine gerechte Punkteteilung, die aber keiner Mannschaft weiterhelfen wird.

Geschätzt waren das hier und heute am Abend rund 40 Zuschauer, die sich das Spiel für 3€ ansahen. Dem neben unserem parkenden Auto mit Frankfurter Kennzeichen konnten so allerdings keine Hopper zugeordnet werden. Daher waren wir neben den ganzen Familien- und Vereinsangehörigen beider Seiten wohl die einzigen Fremden. Der Autor dieser Zeilen hat dann zur Halbzeit auch mal “den Spiertzer” gemacht und sich kurz vor 19 Uhr noch mal einen Kaffee gegönnt. War doch schon recht frisch geworden. Und wie man am Verkaufsfenster mitbekommen hat, trinkt man Kakao natürlich im allgemeinen ohne Sahne, da man ansonsten Angst haben muss, nicht mehr ins Hochzeitskleid zu passen. Wobei die junge Dame sich da sicherlich keine Gedanken hätte drüber machen müssen 🙂 Nicht vorhanden waren heute auch Eintrittskarten und so etwas wie eine Stadionzeitung.

Ein weiterer Ground für die Liste, den man eher dem Bereich Quantität einordnen kann. Auch beim Lübecker SC wurde auf Kunstrasen gespielt. Dies zum einen, da der Rasenplatz kein Flutlicht hat und zum anderen, da der Rasenplatz derzeit noch gesperrt ist. Aber auch hier dürfte Jürgens Vermutung zutreffen, dass man den neuen Kunstrasenplatz eher als den neuen Hauptplatz ansehen wird. Flutlicht hat er und wenn wir gnädig sind auch eine Art Ausbau in Form einer breiten Stufe hinter dem einen Tor. Das war es aber auch. Der Hauptplatz selbst hat ebenfalls nur eine Stufe am Rand. Die Verpflegung schien aber im allgemeinen recht gut zu sein.

Stadion: Sportanlage Thomas-Mann-Straße Lübeck
Zuschauer: 40 (geschätzt)
Eintritt: 3€
Stadionzeitung:

08.03.2014: Sereetzer SV vs. Breitenfelder SV 1:0 (0:0)

Die Reise führte uns erst einmal in den Norden Lübecks, genauer gesagt nach Sereetz. Hier ist der Sereetzer SV in der Verbandsliga Schleswig-Holstein Süd-Ost beheimatet und versucht dies auch in der nächsten Saison noch zu sein. Derzeit ist man Vorletzter und hat bereits zehn Punkte Rückstand auf das rettenden Ufer! Da möchte man natürlich den Abstand zum heutigen Gast, dem Breitenfelder SV, nicht zu groß werden lassen. Denn dieser steht immerhin auf Platz 10 der Tabelle. Im Gegensatz zur ersten Partie des heutigen Tages übernahmen hier erst einmal die Gäste die Regie, ließen sich aber nach zehn bis 15 Minuten den Schneid abkaufen und die Hausherren ins Spiel kommen. Aber hier dann das gleiche Bild wie in Schwerin: Verballern von besten Tormöglichkeiten! Darin waren die Gastgeber auch hier recht gut. Nur hatte man hier den Eindruck, dass Breitenfelde durchaus in der Lage wäre, dass entsprechend einmal auszunutzen. Dies war auch durchaus noch der Fall, als die Gäste bereits zwei Mann weniger auf dem Platz hatten. Einmal glatt Rot wegen Notbremse am Strafraum sowie ein weiteres Mal glatt Rot wegen Beleidigung des Schiedsrichterassistenten. Da war einiges los und die Schiedsrichterin hatte die Partie nicht immer unbedingt im Griff. Entsprechend groß war der Jubel, als der heimische SSV in der letzten Spielminute den entscheidenen Siegtreffer per Kopf erzielen konnte.

Großer Jubel hört sich jetzt vielleicht nach einigen Zuschauern an, aber es waren derer hier und heute lediglich 60. Ein paar weniger Anhänger der Gäste waren anhand ihrer Vereinsjacken auszumachen, ansonsten eher Rentner und Familienangehörige aus Sereetz. Aber immerhin gab mit dem Sereetzer eine Stadionzeitung (DIN A5, 12 Seiten mit den wichtigsten Infos), die kostenlos an der Kasse ausliegt. Zu überzeugen wusste auch die Frikadelle am Vereinsheim.

Gespielt wurde heute im Waldstadion Sereetz, wobei die Partie auf dem Kunstrasenplatz ausgetragen wurde. Macht aber nichts, da sowohl der Rasen- als auch der Kunstrasenplatz über den gleichen Ausbau verfügen: Eine zwischen beiden Plätzen angesiedelte und überdachte kleine Steh-/Sitzplatztribüne, die zum Rasenplatz hin sogar die aus alten Eisenbahnwaggons bekannten Mülleimer zur Nutzung montiert hat. Dazu auf beiden Plätzen Flutlicht. Allerdings sieht der (ehemalige?) Hauptplatz nicht so aus, als ob er in nächster Zeit noch einmal bespielt werden würde. Laut einem der anwesenden Rentner gibt es da wohl ein kleines Würmerproblem. Aber es sieht eben auch nicht so aus, als ob an dem Platz während der Winterpause überhaupt wa sgemacht wurde. ich denke daher mal, dass man in Zukunft eher nur noch auf dem künstlichen rasen kicken wird. Da ist ja der Pflegeaufwand auch geringer …

Stadion: Waldstadion Sereetz
Zuschauer: 60
Eintritt: 4€
Stadionzeitung: Der Sereetzer (kostenlos)

08.03.2014: FC Mecklenburg Schwerin vs. FSV Bentwisch 2:0 (1:0)

Der einzig freie Tag in dieser Woche fiel dann auf den Samstag und so wurde mal versucht, diesen Tag im Sinne des Fußballs vernünftig zu nutzen. Da kam das Angebot von Jürgen doch gerade recht 🙂 Also ging es am Samstagmorgen per Zug nach Hamburg und via U-Bahn weiter nach Wandsbek. Dort noch schnell ein paar Ausgaben vom “Blick über den Lahmannhügel” für den Fanladen des FC St. Pauli deponiert ging es mit dem Auto auch schon gen Osten. Der Plan für heute sah einen flotten Dreier vor. Erstes Etappenziel war die Schwerin, die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns.

Höherklassigen Fußball sucht man hier derzeit vergebens. Bereits im Jahr 2009 wurde daher beschlossen mit den drei mitgliederstärksten Vereinen FC Eintracht Schwerin, SG Dynamo Schwerin und Schweriner SC den Förderverein FC Mecklenburg Schwerin zu gründen. Dieser übernahm dann im Jahr 2013 auch die Spielberechtigung des FC Eintracht und spielt seitdem auch unter dem Namen FC Mecklenburg Schwerin in der Verbandsliga. Ziel dieser Kräftebündelung ist natürlich der Aufstieg bis mindestens in die Oberliga. Sportlich liegt man als Tabellenvierter derzeit zehn Punkte hinter dem Spitzenreiter. Der Gast, der FSV Bentwisch aus dem Raum Rostock, schaut in der Tabelle eher nach unten, steht man doch nur zwei Punkte über dem Strich. Es dauerte einige Zeit bis das Spiel dann mal einigermaßen lief. Fürs Phrasenschwein würde man hier wohl von der Abtastphase sprechen. Dann aber hatten die Gastgeber besser ins Spiel gefunden und auch einiges an Chancen. Aber da wurden heute mindestens Tormöglichkeiten für zwei Spiele verballert. Daher war es dann um so erstaunlich, dass eine Minute vor Halbzeit der Ball doch noch im landete. Nach der Pause versuchte dann auch Bentwisch etwas mehr, ohne dabei allerdings wirklich zwingend zu sein. Schwerin setzte noch einiges mehr an Bällen neben das teilweise leere Tor ehe dnan in der 78. Minute das für die Hausherren erlösende 2:0 fiel. Dabei blieb es dann auch und wir fuhren ein wenig gen Nordwesten.

Offiziell 106 Zuschauer fanden sich zur Partie im Stadion Lambrechtsgrund an der Sport- und kongresshalle ein. Dazu gab es am Weltfrauentag für zumindest drei Damen per Verlosung ein Glässchen Sekt umsonst. Sehr schön auch das Schweriner Original, dass in der Halbzeitpause einfach mal fast jeden anlabberte und anfasste und seine Sicht der Dinge zum Spiel kundtat. Ganz nüchtern war er dabei wohl nicht mehr und das Zitat eines hinter uns stehenden Schweriners “wenn den mal einer nicht kennt, hat der aber mal ganz schnell eine sitzen” dürfte weitere Nachfragen erübrigen. Beäugt wurden Jürgen und ich dann beim verlassen der Anlage noch von zwei unauffällig gekleideten Personen am Eingang. Da dürften Weltanschauungen aufeinandergeprallt sein 🙂 Eine Stadionzeitung oder ähnliches gab es heute leider nicht.

Mit dem Lanbrechtsgrund nutzt die 1. Herren des FC Mecklenburg eine schöne und gepflegte Anlage in recht guter Lage. Umgeben von roten Backsteinhäusern, etc. könnte das Stadion auch irgendwo in einem Hamburger Stadtteil stehen. das offizielle Fassungsvermögen liegt bei 12.000 und bietet auf der Hauptseite Sitzschalen und im restlichen Rund Stehplätze. Dazu einen recht markanten Sprecherturm, der aber heute nicht genutzt wurde. Und auch die Ersatzbänke sind in ihrer Gesamtheit eher mobiler Natur. Eine Anzeigetafel oder auch Flutlicht gibt es leider nicht, was aber den Gesamteindruck der wirklich schönen Anlage nicht schmälert. Dazu ist die gesamte Umgebung anscheinend Hansa Rostock-Land wie einige Graffiti und Aufkleber erahnen lassen.

Stadion: Stadion Lambrechtsgrund Schwerin
Zuschauer: 106
Eintritt: 4€
Stadionzeitung:

03.02.2014: SV Blau-Weiß Neuhof vs. SV Arminia Hannover 1:3 (0:1)

Aller guten Dinge sind drei. Zumindest wenn es um die Austragung des Spiels vom 10. Spieltag zwischen dem SV Blau-Weiß Neuhof und dem SV Arminia Hannover in der Landesliga geht. Arbeitstechnisch blieb für mich auch nur der Sonntag für Fußball übrig. Also ging es per Zug nach Hildesheim und von dort per Bus in den Stadtteil Neuhof. Und es konnte diesmal sogar gespielt werden, und das auf Naturrasen. Für beide Mannschaften war es das erste Pflichtspiel im Jahr 2014 und die Gastgeber kamen ein bißchen besser damit zurecht. Zumindest hatten sie die ersten Möglichkeiten. Nach ein, zwei Chancen für die “Blauen” gab es dann nach gut 25 Minuten einen Foulelfmeter für Arminia. Dustin Reinhold kam im Strafraum zu Fall, aber der von Pascal Preuß geschossene Strafstoß wurde vom Neuhofer Keeper gehalten. Acht Minuten später konnte dann aber dennoch gejubelt werden: Dustin Reinhold verwertete eine Hereingabe von Dominic Vilches-Bermudez zum 0:1, gleichzeitig auch der Pausenstand. Direkt nach Wiederanpfiff der ein kleiner Schock: Ausgleich für die Hausherren. Arminia schraubte nun ein wenig am Tempo und ließ die “Kirschen”, wie der Spitzname der Neuhofer lautet, immer weniger ins Spiel kommen. Jan Reuter und noch einmal Dustin Reinhold erzielten die Treffer zum 1:3-Auswärtssieg, der auch durchaus noch etwas höher hätte ausfallen können. So startete der SVA mit einem verdienten Sieg ins Jahr 2014 und da direkte Konkurrenten auch noch ein wenig patzten, sind es nun bereits acht Punkte Vorsprung auf Platz 2.

Geschätzte 250 Zuschauer, darunter gut 100 Arminen, fanden sich am Sportplatz in Neuhof ein. Kostenlos an der Kasse lag die Stadionzeitung “Kirschenkurier” aus, der aber leider noch vom Oktober 2013 war und auch über keinen aktuellen Einleger verfügte. Insgesamt hat das Heftchen 24 Seiten und kommt in schwarz-weiß mit jeder Menge Werbung (gut 13 Seiten) daher. Die Infos, wie gesagt, veraltet.

Und zur Abwechslung auch mal wieder ein neuer Ground mit Arminia. Offiziell fasst die Sportanlage Klingenberg 2.000 Zuschauer und ist lediglich auf einer Seite ausgebaut. Hier sind auf den Stufen teilweise entsprechende Sitzgelegenheiten montiert. Zudem hat man aus dem Vereinsheim heraus auch einen guten Blick aufs tiefe Spielfeld. Und der Verein hat auch investiert und sich einen neuen Kunstrasenplatz gebaut, der wohl ab der kommenden Woche wieder spielfertig sein soll. Sah von außen so schon mal recht schick aus und würde sich der ein oder andere sicherlich auch bei Arminia wünschen (aber bitte nicht für Pflichtsapiele!).

Stadion: Sportanlage Klingenberg Hildesheim-Neuhof
Zuschauer: 250 (geschätzt)
Eintritt: 6€
Stadionzeitung: Kirschenkurier (kostenlos)